Du willst deine Veranstaltung durch einen Sanitätsdienst absichern oder die Genehmigungsbehörde hat die Vorhaltung eines Sanitätsdienstes vorgeschrieben?

Sehr gerne sind wir dir bei der Planung und Vorbereitung eines Sicherheitskonzeptes behilflich und erstellen dir ein individuelles Angebot für einen Sanitätsdienst.

Unsere beiden Ortsvorsitzenden sind jeweils ausgebildete Organistatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) und verfügen über eine große Erfahrung bei der Planung und Vorbereitung von Sanitätsdiensten. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben der Maurertabelle, die als Standartwerk zur Berechnung der Personal- und Materialvorhaltung anerkannt ist.

Regelmäßige Übungen und Fortbildungen sorgen dafür, dass unsere Helfer jederzeit nach den aktuell geltenden Leitlinien arbeitet und eine qualitativ hohe Versorgung gewährleistet.

Um eine möglichst individuelle Planung mit dir abstimmen zu können, bitten wir dich ca. 6 Wochen vor deiner Veranstaltung Kontakt mit uns aufzunehmen.

Kostenübersicht Sanitätsdienste

Wir planen alle Sanitätsdienste anhand der bundesweit anerkannten Maurer Tabelle. Die Maurertabelle ist die bundesweit anerkannte und üblicherweise verwendete Planungstabelle zur Ermittlung des Personal- und Materialbedarfs eines Sanitätsdienstes.

Durch den DRK Kreisverband Freiburg wurden für Sanitätsdienste die unten stehenden Kostensätze vorgegeben. Wir berechnen für unsere Leistungen bei Sanitätsdiensten folgende Leistungen:

Sanitätshelfer12,50 € / Stunde
Rettungshelfer12,50 € /Stunde
Rettungssanitäter*15,00 € /Stunde
Notfallsanitäter*24,00 €/Stunde
Krankentransportwagen (KTW)120,00 € pro Tag
Rettungstransportwagen (RTW)*180,00 € pro Tag

* Die Berechnung erfolgt nur, wenn aufgrund der Vorgaben der Maurertabelle oder einer behördlichen Auflage eine entsprechende Qualifikation erforderlich ist.

Warum verlangen wir Geld für einen Sanitätsdienst, wir arbeiten doch ehrenamtlich?

Anspruch an unsere Leistung und unser Material

Veranstalter und wir selbst haben an uns und unsere Ausbildung einen hohen Anspruch. Wir bilden unsere Mitglieder jederzeit in internen Fortbildungen weiter und unterstützen unsere Helfer bei der Weiterqualifikation zum Rettungshelfer bzw. Rettungssanitäter.

Weiterhin sind unsere Fahrzeuge und Rucksäcke hochwertig ausgestattet, damit wir jederzeit adäquat auf einen Notfall reagieren können. Medizinprodukte sind teuer und jeweils nur begrenzt haltbar, so dass wir für die Instandhaltung, Wartung und Ersatzbeschaffung die Einnahmen aus den Sanitätsdiensten benötigen.

Unterstützung und Anforderungen aus dem öffentlichen Bereich

In den vergangenen Jahren haben verschiedene Behörden ihre Finanzierung und Unterstützung aufgrund fehlender finanzieller Mittel gekürzt, gleichzeitig wurden die Anforderungen an unsere ehrenamtlichen Kräfte erhöht.

So schreibt das Land Baden-Württemberg mind. einen Rettungssanitäter auf dem Katastrophenschutzfahrzeug vor, beteiligt sich aber nur bedingt und unter Finanzierungsvorbehalt an den Kosten der Ausbildung. Unsere Mitglieder müssen die Aus- und Fortbildungen in ihrer Freizeit absolvieren und erhalten dafür keinen Lohnersatz. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter kostet insgesamt mehr wie 2000 € pro Helfer (972 € Rettungshelfer, 1082 € Weiterbildung zum Rettungssanitäter).

Für die Ausbildung zum Rettungssanitäter muss ein Helfer insgesamt 7 Wochen seiner Freizeit ohne Lohnersatz an einem Lehrgang teilnehmen, zusätzlich 4 Wochen ein Rettungsdienstpraktikum ableisten und weitere 4 Wochen Zeit für ein Klinikpraktikum (Intensiv- und Anästhesie) investieren. Unsere Helfer haben keinen Anspruch auf eine Freistellung der Arbeit (geschweige denn Lohnersatz) und nutzen häufig geleistete Überstunden oder ihren Jahresurlaub, um die Ausbildung realisieren zu können. Da der gesamte Lehrgang innerhalb zwei Jahren abgeschlossen sein muss, besteht lediglich die Möglichkeit für die Ausbildung zum Rettungssanitäter jährlich 5 Tage Bildungsurlaub beim Arbeitgeber zu beantragen.

Aufgrund des zulässigen Gesamtgewichts der Katastrophenschutzfahrzeuge (zul. Gesamtgewicht 3,88 to) müssen unsere Helfer im Besitz eines Führerscheins der Klasse C 1 sein. Der Erwerb des Führerscheins wird aber nur in sehr begrenztem Umfang gefördert. So erhielten wir seit 2008 eine Förderung für insgesamt 2 Führerscheine für unsere Mitglieder. Um auch im Notfall das Fahrzeug zuverlässig besetzten zu können ist das selbstverständlich nicht ausreichend, so dass wir unsere Mitglieder beim Erwerb der entsprechenden Führerscheinkategorie unterstützen müssen.

Während Organisationen mit einem gesetzlichen geregelten Auftrag (z.B. freiwillige Feuerwehren) sämtliche Kosten für Material, Ausbildung, Lohnausfall, Führerscheine usw. zu 100% erstattet bekommen, bezahlen wir diese Kosten aus unserem eigenen Budget, unterstützt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aufwandsentschädigungen. Lediglich das Katastrophenschutzfahrzeug wurde uns vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt.

Obwohl Katastrophenschutz eine gesetzliche Pflichtaufgabe ist, werden die Hilfsorganisationen bei der Durchführung aber nur teilweise unterstützt. Warum das Land Baden-Württemberg die daraus entstehenden Aufwendungen und Kosten nicht trägt, ist aus unserer Sicht nicht einleuchtend. Seit vielen Jahren wird die Gleichstellung der ehrenamtlichen Helfer von allen Hilfsorganisationen erfolglos gefordert.

Gesetzliche Anforderungen

Weitere Vorschriften wie z.B. Unfallverhütungsvorschriften und Vorgaben über die Beschaffenheit der persönlichen Schutzausrüstung steigern unsere laufenden Kosten erheblich. So müssen unsere Kleider bestimmte Warnklassen erfüllen, Vorgaben zur Entflammbarkeit einhalten usw. Die persönliche Schutzausrüstung eines jeden Helfers kostet durch die Vorgaben der Unfallversicherer schnell 1000 € und mehr.

Erwartungshaltung der Veranstalter und der Bevölkerung

Auch die Erwartungen der Veranstalter und der Bevölkerung sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Niemand gibt sich mehr mit einem Sanitätshelfer mit einer Umhängetasche mit Verbandsmaterial zufrieden. Automatische externe Defibrillatoren, Material zur Atemwegssicherung usw. werden heutzutage erwartet und steigern die Kosten weiter.

Blutspendetermine

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Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Oberried
Talstr. 14
79254 Oberried
+4915141236166